7. Rauhnacht – Die Nacht vom 30. auf den 31. Dezember

Vorbereitung auf das Kommende
Torweg: Übergang von einer abgelaufenen Zeit zu einer neu beginnenden Zeit. (Jeanne Ruland)
Mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders feiern wir den Jahreswechsel in der Nacht vom 31. Dezember auf den 01. Januar. Und so ist diese Nacht der letzte Rauhnachts- Tag im alten Jahr. (Bei den alten Kelten endete der Tag mit Sonnenuntergang und gleichzeitig war dies der Beginn des neuen Tages. So verstehe ich diesen Tag als den letzten im alten Jahr. Mit Sonnenuntergang am 31.12. endet der letzte Tag und es beginnt der Neujahrstag. Siehe auch https://haselnussholunder.com/2017/10/22/der-keltische-jahreskreis/)
Wir erleben einen Schwellentag, einen Tag an dem wir das Alte endgültig abschließen und durch ein Tor schreiten in ein neues Jahr. Heute nehme ich noch einmal ganz bewusst den natürlichen Kreislauf von Werden – Wachsen – und Vergehen wahr. So wie die abgestorbenen alten Pflanzen in das Erdenreich übergehen und dort den nahrhaften Boden für die Pflanzen bilden, die im nächsten Frühjahr aus der Erde sprießen, so schaue ich zurück auf ein abgeschlossenes Jahr. All die Erfahrungen, Schmerz, Freude und Hoffnung des vergangenen Jahres sind der Nährboden für mein neues, vor mir liegendes Jahr.
Die Energie ist jetzt dafür offen, Platz zu schaffen für alles Neue und all die Schönheiten und Wunder, die das neue Jahr bereithält. Damit Du das Neue und Wunderbare entdecken und erkennen kannst, war es notwendig in den vergangen Rauhnächten den alten Ballast, die verdrängten Gefühle und ungelösten Streitigkeiten hochzuholen, anzuschauen und aufzulösen. Sie würden Dir nur die Sicht auf das unbekannte Neue versperren. Also fühle noch einmal in Dich hinein, ist da noch immer etwas was abgeschlossen und losgelassen werden möchte? Wenn das so ist, dann nimm Dir bitte heute noch einmal ein paar Augenblicke und schaue Dir das Thema an. Wenn es reif ist, es loszulassen, dann tue das und wenn nicht, dann wird Dir das neue Jahr neue Sichtweisen bringen, mit deren Hilfe Du dieses Thema endgültig abschließen kannst.
In jedem Übergang liegt der Zauber des Neuen. Es zeigen sich neue Wege, neue Möglichkeiten und neue Ideen werden geboren. Es ist die Zeit Dinge zu verändern, neu zu formen und sie anders zu gestalten. Das können Sichtweisen, Lebenseinstellungen oder auch die gesamte Art zu leben sein.
Bitte verfalle jetzt nicht in den üblichen Wahn und erstelle Dir eine Liste mit „guten“, unverhältnismäßig hohen Vorsätzen für das neue Jahr. Meist werden diese Vorsätze nach ein paar Tagen über Bord geworfen und es geht weiter bisher.
In den letzten Tagen habe mich intensiv mit mir beschäftigt und mal wieder festgestellt, dass Zeiten der Ruhe, des Innehaltens und Stillseins in der Hektik des Alltags viel zu kurz kommen. Und gerade diese Momente sind so wichtig. Nur in der Ruhe kannst Du die Signale Deines Körpers wahrnehmen, Dich wirklich mit Deinen Gefühlen beschäftigen und dem leisen Ruf Deines Herzens lauschen.
Vor einigen Wochen habe ich begonnen jeden Abend mein Handy schon sehr zeitig auszustellen. Manchmal bleibt es einfach lautlos und an anderen Tagen stelle ich es ab.  Und dann gibt es Tage, an denen ist das Handy den ganzen Tag über stumm geschaltet. Du glaubst ja gar nicht was Du alles in Ruhe und Achtsamkeit schaffen kannst. Das werde ich für mich im neuen Jahr beibehalten und meinen Feierabend zur einer Feier am Abend gestalten, den Tag abschließen und mich gedanklich auf den neuen Tag vorbereiten.
Es muss doch möglich sein, sich jeden Tag oder besser an jedem Abend nach getaner Arbeit etwas Gutes zu tun. Das kann ein langer Spaziergang, ein erholsames Bad, eine Runde Yoga oder ein besonderes Essen sein, welches ich in Ruhe vorbereite und zu mir nehme.
Gibt es etwas was Du schon immer mal machen oder lernen wolltest? Dann mach das! Plane es fest in Deine Woche ein. Am Anfang ist das schwer und man muss sich wirklich überwinden und sich die Zeit nehmen. Es ist völlig in Ordnung sich auch als Mutter mal eine Auszeit zu gönnen. Die Kinder nehmen Dir das nicht übel, im Gegenteil eine entspannte und glückliche Mama bringt den lieben Kleinen viel mehr Freude.
Und am besten fängst Du heute schon damit an Dir etwas Zeit mit Dir und Ruhe für Deine Seele zu gönnen. Vielleicht lässt Du Dir ein wohlriechendes Bad ein, hältst noch einmal Rückschau auf das alte Jahr und findest eine Möglichkeit, einen Ausgleich für Dich zu schaffen, den Du im neuen Jahr mühelos umsetzen kannst. Vielleicht ist es aber auch der letzte Tag in diesem Jahr, der Dich mit seiner Energie antreibt und Du bist nicht mehr zu halten und entrümpelst Deinen Kleiderschrank oder den Keller und verschenkst die Dinge die Du nicht mehr brauchst. Wie auch immer, nutze die Magie dieser Rauhnacht, schaffe Platz für Neues und erschaffe für Dich etwas wunderbar Neues.
 
Themen der 7. Rauhnacht:
Wie bereite ich mich auf das neue Jahr vor?
Was verabschiede ich endgültig um Platz für neues zu schaffen?
Welche Erfahrungen des letzten Jahres bieten den wertvollen Nährboden für das Neue?
Was kann ich verschenken um jemand eine Freude zu machen oder zu helfen?
Was erschaffe ich neu und tue mir damit Gutes?
 
Räucherwerke:
Zimt – fördert das Glück und den Erfolg, hilft loszulassen
Eisenkraut – stärkt das Selbstbewusstsein und macht Mut
Engelwurz – sie ist die Lichtbringerin in der dunklen Zeit und steht für Wandlung / Verwandlung
Kalmus – hilft bei der Bewältigung von Loslassthemen
Melisse – fördert Freundschaften, finanziellen Wohlstand und die Zuversicht
Beifuß – hilft Altes loszulassen und Entscheidungen zu treffen
 
Räucherungen an solchen Schwellentagen wie heute sind immer besonders hilfreich und effektiv. Das Verräuchern einer Mischung aus den oben genannten Kräutern unterstützt noch einmal die Energie dieser Rauhnacht und hilft Dir loszulassen und Dich auf das Neue einzustimmen, das Neue im Leben freudig zu begrüßen. Während des Räuchervorganges kannst Du eine kleine Affirmation sprechen, Dich für das Alte bedanken und das Neue freudig begrüßen. Du kannst auch Wünsche aussprechen, für Dich, für Deinen Lieben, was auch immer Dir in den Sinn kommt, lass es zu und sprich es aus. Lasse anschließend den Rauch etwa 20 Minuten in Deinen Räumen und auf Dich wirken. Alles was nicht mehr zu Dir gehört wird dem Rauch weichen und will hinaus. Damit die alten Energien entweichen können, lüfte anschließend mit weit geöffneten Fenstern Deine Räume gut aus. Während des Lüften kannst Du Dir vorstellen wie alles Alte und Überholte mit dem Rauch aus Deinen Räumen und Deinem Leben zieht. Schau ihm liebevoll und dankbar nach und lass es ziehen.
 
Diese kleine Affirmation kannst Du während des Räuchern sprechen:
Ich lasse in Liebe und Dankbarkeit los und begrüße freudig das Neue, das auf mich zukommt.

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